Die Götter vom Himalaya sind gelandet
[inspic=20,right,,0]Noch bis zum 28. Mai 2007 kann man im Museum für Asiatische Kunst, in Berlin-Dahlem, die Ausstellung “Tibet – Klöster öffnen ihre Schatzkammern“ besuchen.
Zum Teil noch nie zuvor ausgestellte religiöse Kunstschätze aus den Klöstern Tibets, wie z.B. vergoldete Buddha-Statuen und Skulpturen, farbenprächtige Gemälde, kostbare Manuskripte und religiöse Gebrauchsgegenstände, sollen einem westlichen Publikum die tibetische Kultur und Religion näher bringen.
Ein Glanzpunkt der Ausstellung ist mit Sicherheit die große Skulptur des tausendarmigen Boddhisattva Avalokiteshvara, der “Gottheit des unermesslichen Mitgefühls“, welche den Besucher schon am Eingang mit Milde zu begrüßen scheint.
Ein Bodhisattva ist ein Mensch, welcher bereits erleuchtet wurde, sich jedoch freiwillig entschied in den Kreislauf des Lebens und Leidens zurückzukehren, um anderen Wesen zur Erleuchtung zu verhelfen. Der aktuelle Dalai Lama, welcher in Tibet gottgleich verehrt wird, gilt als die 14. Inkarnation dieses Bodhisattvas. Dagegen erscheint die älteste Buddha-Skulptur der Ausstellung aus dem Jahr 473 nach Christus fast unscheinbar, ist für ihr Alter aber unglaublich gut erhalten.
Eine fast unheimliche Aura wiederum, welche Ruhe und Kraft zugleich ausstrahlt, umgibt die Skulptur des weisen Tantriker und Klostervorstehers Dragpa Gyaltshen. Der Meditationslehrer lebte im 12. Jahrhundert und soll mit seiner großen Wunderkraft einmal eine Sonnenfinsternis verhindert haben.
Die Ausstellung umfasst in etwa 150 Exponate und Kunstwerke, einige davon sogar aus den Residenzen der Dalai Lamas und dem Tibet Museum in Lhasa und haben Tibet noch nie zuvor verlassen. Zuvor feierte die Ausstellung in der Essener Villa Hügel einen großen Erfolg, wo sie schon 200.000 Besucher anlockte.
Bleibt zu hoffen das Berlin diese Zahl noch toppen kann.
Museum für Asiatische Kunst
Lansstr. 8
14195 Berlin-Dahlem
Di. – Fr. 10.00 – 18.00 Uhr
Sa. u. So. 11.00 – 18.00 Uhr
Eintritt: 6,- Euro (ermäßigt 3,- Euro)
Carsten Naß