Archive for Juli, 2007

Thai-Film “Ong Bak” im deutschen TV

Diesen So., den 29. Juli 2007, um 22.00 Uhr, auf Pro Sieben, wird der
thailändische Martial-Arts Film “Ong Bak” ausgestrahlt.

Ein absoluter Leckerbissen und Blockbuster in Thailand.
Hauptdarsteller Tona Jaa, der alle Stunts und Kampfszenen ohne jegliche
Hilfsmittel macht, läßt sogar den legendären Jackie Chan ziemlich blass
aussehen.

Also den Termin vormerken und unbedingt ansehen oder den Videorekorder
scharf machen :-)

Hier ein paar Links zum Film:

http://de.wikipedia.org/wiki/Ong-Bak

http://www.filmstarts.de/produkt/38086,Ong-Bak.html

http://asianfilmweb.de/filme/o/ongbak.php

http://www.e-m-s.de/cinemagicasia/ong-bak/

Viel Spaß beim Film

Carsten Naß

.asia ab Februar 2008

Die Endung .asia wird ab Februar 2008 verfügbar sein. Das teilte die zuständige Registraturbehörde DOTASIA mit. Die Anmeldungen können seit letzten Dienstag vorgenommen werden.  Damit will der asiatische Raum 18 Monate nach der Einführung der .eu Domains nachziehen. Mal sehen, ob derZeitplan Bestand haben wird.

Thailand – das Hollywood Asiens

Gerade in den letzten Jahren erlebte Thailand einen regelrechten Film-Boom.
Filme aller Genres können locker den internationalen Vergleich standhalten und müssen sich keineswegs verstecken.
Anfänglich, seit dem Beginn der Thai-Film-Industrie im Jahre 1923, waren es zwar meist ausschließlich Geister-Filme, welche die Zuschauer in Massen in die Kinos strömen ließ. An dieser Stelle muss ein Geisterfilm unbedingt genannt werden – Nang Nak. Jedes Kind in Thailand kennt die tragische Geschichte um Nang Nak und wuchs damit auf. Die Story wurde bereit mehr als zwanzig Mal fürs Kino verfilmt und es gibt unzählige TV-Produktionen. Die bekannteste Kinoversion ist jedoch die aus dem Jahre 1999 mit Winai Kraibutr (auch bekannt aus dem Film Bangrajan) und Sine Charoenpura (jüngere Schwester der Sängerin Mai) in den Hauptrollen.
Auch auf diversen Filmfestspielen (Cannes, Berlinale etc.) konnten thailändische Filme bereits das Publikum begeistern, so z.B. Fan Chan – My Girl und Beautiful Boxer (Berlinale 2004) sowie Dek Hor (Berlinale 2007). Letzterer gewann in diesem Jahr den Hauptpreis in seiner Kategorie – den Gläsernen Bären. In beiden Filmen (Fan Chan und Dek Hor) spielte sowohl Charlie Trairat die Hauptrolle als auch Songyos Sukmakanan Regie führte. Charlie, der sein Film-Debüt in Fan Chan gab, ist in Thailand bereits jetzt ein Superstar und wirkte auch schon in mehreren Thai Lakorns (Seifenopern) mit. Sein neuester Film, die Verfilmung der Thai-Legende Sudsakorn, kam im Dezember 2006 in die Kinos.
Geheimen Quellen zu Folge soll in diesem Jahr noch ein weiteres Projekt mit seiner ehemaligen Filmpartnerin Focus Jeerakul aus Fan Chan geplant sein. Dies würde mich persönlich sehr freuen, da beide zu meinen absoluten Lieblingsschauspielern zählen und sie wieder vereint auf der Leinwand zu sehen ein wahrer Genuss wäre. Auch Focus hat sich schauspielerisch sehr weiterentwickelt und war zuletzt in der Komödie The Possible, an der Seite des Sängers Joey Boy, zu bewundern.
Auch im Ausland stehen thailändische Filme hoch im Kurs und schafften dort den Sprung in die Kinos und das nicht nur in den U.S.A. sondern auch in Deutschland. Hier ist insbesondere der Martial Arts-Film Ong Bak zu nennen, welcher durch seine atemberaubenden Kampfszenen besticht. Tony Jaa, der all seine Kampfszenen ohne jegliche Hilfsmittel meistert, lässt sogar den legendären Jackie Chan ziemlich blass aussehen.
Erst kürzlich überarbeitete Francis Ford Coppola das Historien- und Helden-Epos Suriyothai und brachte eine gekürzte Fassung für den amerikanischen Markt heraus. Die 5-stündige Originalfassung wäre vermutlich für die meisten Amerikaner, welche leichte Kost gewohnt sind, zu viel des Guten gewesen.
Schon seit längerer Zeit hat auch Hollywood selbst thailändische Filme für Remakes entdeckt. So dreht zur Zeit kein geringerer als Nicolas Cage ein Remake von Bangkok Dangerous. Dafür weilte er im September 2006, während des Militärputsches, für Dreharbeiten in Bangkok, hier sogar in dem berühmt berüchtigten Bar- und Vergnügungs-Viertel Soi Cowboy. Schon Tage vorher waren Hinweisschilder aufgestellt, damit andere Barbesucher nicht aus Versehen als ungewollte Statisten mit im Film landeten und die zurückgelassene Ehefrau zu Hause sieht, dass man nicht nur Tempel besichtigt. Obwohl, mit Nicolas Cage an einer Bar in der Soi Cowboy zu sitzen, ein Bier zu zischen und dies auch noch anhand eines Spielfilmes beweisen zu können, hätte doch auch etwas.
Auch was die Locations angeht ist und bleibt Thailand ein beliebter Drehort; sei es nun für die James Bond-Filme Der Mann mit dem goldenen Colt und Der Morgen stirbt nie, The Beach mit Leonardo DiCaprio, Oliver Stones Filmversion von Alexander dem Großen oder der derzeitigen Neuverfilmung des Literaturklassikers Die Schatzinsel, von Robert Louis Stevenson, welche ProSieben gerade für einen TV-Mehrteiler in Thailand dreht.
In naher Zukunft ist Rambo 4 mit Sylvester Stallone in der Hauptrolle geplant; auch hier natürlich ist der Drehort Thailand.
Man kann also sagen, dass Thailand den Titel Hollywood Asiens zu Recht trägt.

Carsten Naß