Archive for November, 2007

Flucht aus dem “Bangkok Hilton”

Das “Bangkok Hilton” – freiwillig würde man dort wahrscheinlich nie einchecken und man kann nur hoffen, dass es einem erspart bleibt, dort jemals eine Nacht verbringen zu müssen.
Anders als man vielleicht annimmt handelt es sich beim “Bangkok Hilton” nämlich nicht um ein 5-Sterne Hotel der Luxusklasse, sondern um eins der berühmt-berüchtigten Hochsicherheitsgefängnisse der Welt – dem Klong Prem Central Prison, auch bekannt als Lard Yao. Mit einem Schuss Sarkasmus und Ironie gaben Insider dem Gefängnis, welches am nördlichen Stadtrand Bangkoks liegt, den oben genannten Namen.
1944 als normales Gefängnis gegründet avancierte es 1972 zum heutigen Hochsicherheitsgefängnis Bangkoks.
Hier verbüßen auch viele ausländische Häftlinge ihre Strafe, meist wegen Drogen-Delikten, oder warten auf ihre Verhandlung.
Die nun folgende wahre Story handelt vom einzigen Ausländer dem es jemals gelang, aus dem “Bangkok Hilton” zu fliehen – David McMillan.
Er überwand nicht nur die Gefängnismauern, sondern schaffte es auch Thailand zu verlassen, was mindestens genauso schwierig wie der Ausbruch selbst war.
Das er überlebte und seine Geschichte erzählen konnte ist wohl Schicksal, denn im Gegensatz bleiben die vielen Geschichten der gescheiterten Ausbrecher ungehört.
In den 50’ern in London geboren, hatte er einige Jobs bevor er Mitte zwanzig seine professionelle Drogen-Schmuggler-Karriere auf einer Indien-Reise begann und für die er auch einige Haftstrafen in diversen Gefängnissen weltweit verbüßte.
In Australien galt er als führender Kopf eines Heroin-Schmuggler-Ringes, welcher Millionen von Dollars einbrachte.
Das Blatt wendete sich dann nach einer bedeutenden Festnahme im Jahre 1980, für die er eine langjährige Haftstrafe verbüßen musste. Als kurz darauf seine Frau verstarb, unternahm er noch in Untersuchungshaft einen Fluchtversuch mit einem Hubschrauber, dieser scheiterte jedoch.
Wieder auf freiem Fuß wurde er dann unter falschem Namen und mit falschem Pass im Dezember 1993 als Daniel Westlake (46), aus Victoria/Australien, wegen Heroin-Schmuggel, auf dem Bangkoker Flughafen Don Muang festgenommen.
Bis zu seiner Verhandlung saß er nun im besagten Klong Prem Gefängnis ein.
Als der Ausgang der Verhandlung, mit dem zu erwartenden Todesurteil, immer näher rückte und nur noch 2 Wochen entfernt lag, gelang ihm am Sonntag, den 18. August 1996, die spektakuläre Flucht aus dem Hochsicherheitstrakt des Gefängnisses.
Was sich wie die Szene aus einem schlechten Film anhört beruht auf absoluten Tatsachen – nachdem er die Gitterstäbe seines Zellenfensters mit einer Metallsäge durchgesägt hatte, kletterte er die 5m hohe Gefängnismauer an zusammengeknoteten Bettlaken herab und konnte so entkommen.
Die Vermutung liegt nahe, dass er sowohl innerhalb als auch außerhalb Fluchthelfer hatte.
Letztendlich ist es jedoch vielen kleinen Details zu verdanken, dass die Flucht erfolgreich verlief. So benutzte David unter anderem einen aufgespannten dunklen Regenschirm, um sein helles weiß-leuchtendes Gesicht vor den Wächtern auf den Wachtürmen zu verbergen, als er in der Dunkelheit übers Gefängnisgelände schlich.
Weiterhin war für ihn ein falscher Reisepass in einem Apartment im Stadtteil Lad Phrao hinterlegt, welcher hinterm Badezimmerspiegel versteckt war und den er kurz nach der Flucht abholte.
Das es manchmal sogar nur um Sekunden ging zeigt die Tatsache, dass Polizeistreifen, welche den Flughafen kontrollieren sollten, eintrafen als er gerade mit dem Flugzeug abhob.
Seitens der Offiziellen, welche ihn noch immer in Thailand wähnten, hieß es voreilig, man würde dem Flüchtigen bald habhaft werden. Zu dieser Zeit, nur 12 Stunden nach seiner Flucht, saß David bereits in einem Hotel in Singapur.
Unter anderem trug seine Flucht auch dazu bei, dass heutzutage die Häftlinge stets mit schweren, eisernen Fußketten gesichert sind, um weitere Fluchtversuche von vornherein zu unterbinden.
Auch nach der Flucht führte David sein aufregendes, kriminelles Leben vorerst weiter. In den späten 90ern setzte er sich zur Ruhe und lebt nun in London.
Da er offiziell in Thailand nie verurteilt wurde, ist nicht zu befürchten, dass er jemals ausgeliefert wird.
Thailand, welches er lieben lernte, wird er wohl trotzdem niemals wiedersehen, denn dort gilt er noch immer als einer der meistgesuchten Ausbrecher.
Seine bewegende Geschichte von der Festnahme, der dreijährigen Haftzeit bis hin zur Flucht hat David McMillan nun als Buch herausgebracht; unter dem Titel “Escape” (zu Deutsch: Flucht) kann man es derzeit nur in Asien beziehen.

In einem Interview zu seiner Flucht befragt ob er, falls sie nicht von Erfolg gekrönt gewesen wäre, es ein zweites Mal versucht hätte auszubrechen antwortete er sehr nüchtern: “Eine zweite Chance hätte es nie gegeben. Entweder wäre ich tot oder für immer in einer Einzelzelle an die Wand gekettet worden.”

Carsten Naß

Wetter in Thailand

Das Wetter in Thailand kann eigentlich mit einem Wor gut beschrieben werden. HEISS !

Doch was bedeutet heiss im Zusammenhang mit Thailand. Der Wetterbericht für die größten Regionen Thailands zeigt in der Regel einen Temperaturschnitt von 30 Grad an. In der Sommerzeit kommt man auch schnell mal auf 40 Grad. Was im Winter und Frühjahr sehr angenehm ist, kann in den regnerischen Spät-Sommermonaten als echt belastend beschrieben werden. Die Regenzeit in Thailand geht mit einer wirklich irren Luftfeuchtigkeit von 80 % bis 90% einher. Also kein Pappenstil. Das bedeutet, dass man sich für den Urlaub in Thailand vielleicht nicht gerade die Sommermonate aussuchen sollte. Ohne hin zeigt der Blick auf das Wetter in Thailand schon recht deutlich, dass der Winter eher die Reisezeit ist. Von der Ersparnis beim Reisepreis mal ganz abgesehen.

Doch das Wetter in Thailand ist auch regional sehr verschieden. So gibt es Regionen, dieauch in der Regenzeit nicht so arg gebeutelt sind. Fragt doch also bei der Reiseplanung im Reisebüro nach aktuellen Wettertabellen regional, dann reicht es meistens.

Doch im Allgemeinen sollte man das jetzt nicht falsch verstehen. Das schlechte Wetter in Thailand zur Sommerzeit bedeutet nicht, dass man einen “Friesennerz” mitnehmen muss. Es ist halt so, dass es kurz und stark regnet. Das viele Wasser verdampft in der warmen Luft und macht es dann so schwül. Das Wetter in Thailand ist aber bei Weitem nicht so, dass es immer regnet.