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Einigung in weite Ferne gerückt

Die Einigung zwischen der Regierung in Thailand und den oppositionellen “Rothemden” ist in weite Ferne gerückt. Ministerpäsident Abhisit Vejjajiva hat sein Angebot für Neuwahlen im Novermber zurückgezogen.

Er begründete seine Entscheidung mit immer neueren Forderungen der “Rothemden”.  Diese wollen nun die endgültige Auflösung des thailändischen Parlaments.

Sicherheitskräfte erhielten unterdessen den Befehl den Bereich der Blockade zu umzingeln. Ziel ist es, den Demonstranten Nachschub von Lebensmitteln und Wasser zu erschweren. Ob das tatsächlich einen Erfolg für die Regierung bringen wird ist fraglich. Hotels und Anwohner wären ebenso von der Blockade betroffen. Die Demonstranten verfügen über viele Vorräte die sich in den Wochen angesamelt haben.  Weiterhin gibt es viele Sympathisanten in den Reihen der Sicherheitskräfte für die “Rothemden” .

In der Vergangenheit hatten sie an einigen Kontrollpunkten die “Rothemden” gewähren lassen.

Rückschlag für das Ende der Auseinandersetzungen

Die Rothemden wollen ihre Blockade in der Innenstadt nicht aufgeben. Ministerpräsident Abhisit forderte die “Rothemden” auf, bis zum Abend das Geschäftsviertel in Bangkok zu räumen.

Sollten sie der Aufforderung nicht nachkommen drohte er damit die Versorgung von Lebensmitteln und Strom zu kappen. Die “Rothemden” wiesen die Forderung zurück. Es drohen neue Ausschreitungen.

Laut Abhisit gibt es immer neuere Forderungen der “Rothemden”.  Sie verlangten weiterhin, dass Innenminister Sutheo Thaugsaban für die brutale Vorgehensweise der Sicherheitskräfte  zur Rechenschaft gezogen wird.


Anschläge auf Polizisten in Bangkok

Bei einem erneuten Gewaltausbruch in der vergangenen Nacht sind in der thailändischen Hauptstadt Bangkok zwei Polizisten getötet worden.

Mehrere Menschen wurden verletzt.

Ein auf einem Motorrad vorbeifahrender Täter hatte auf eine Gruppe von Polizisten geschosssen. Kurze Zeit später waren an einem anderen Ort Granatexplosionen zu hören.

Mindestens eine Granate schlug in einem Kontrollpunkt von Sicherheitskräften ein. Über die Hintergründe ist noch nichts bekannt. Trotz der Vorfälle will man auf eine Annäherung nicht verzichten.

Friedliche Lösung in Sicht

Entspannung in Thailand:

Nach einer Versöhnungsnacht in Bangkok zeichnet sich eine  friedliche Lösung zwischen den oppositionellen Rothemden und der Regierungspartei ab.

Vorangegangen war ein Angebot der Regierungspartei. Demnach sollen Vorgezogene Neuwahlen im November 2010 stattfinden.

Regierungschef Abhisit peilt den 14. November als Wahltermin an. Im Gegenzug sollen die “Rothemden” die Innenstadt von Bangkok räumen. Seit zwei Monaten wird diese durch Regierungsgegner belagert.

Der Versöhnungsprozess wird Seitens der Oppositionsführer einstimmig begrüßt. Jedoch werden die Proteste weitergehen.

Die Opposition hatte bisher die sofortige Auflösung des Parlaments gefordert. Seit der Auseinandersetzung sind 27 Mensch ums Leben gekommen, mehrere Tausend wurden verletzt.

Rote vs. Gelbe Hemden

Nicht nur, dass Thailand binational mit Kambodscha auf einem Konfrontationskurs ist, auch innenpolitisch scheint sich eine stürmische Zeit anzubahnen. Während der Süden des Landes eher auf Unterstützungskurs der amtierenden regierenden Democratic Party mit Abhisit Vejjajiva an der Regierungsspitze ist, sammeln sich im Norden und Nordosten des südostasiatischen Landes mehr Kräfte um die For Thai Party, die als Unterstützer vom früheren thailändischen Regierungschef Thaksin Shinawatra gilt. Dieser hält guten Kontakt in die Region und zu den armen Bauern, die sich den alten Regierungskurs Thaksins scheinen zurück zu wünschen.

Sie spenden jedes übrigen Bisschen Geld an die Bewegung der Rothemden, die ab dem 20. November landesweite Protest in ganz Thailand, der Hauptstadt Bangkok und den Provinzregierungen angekündigt haben. Dem gegenüber stehen die nationalistisch eingestellten Gelbhemden, welche die Regierung an der Macht halten wollen, auch zum Preis von demokratischer Einschränkung. So schlagen sie vor, dass bspw. Berufsverbände direkt Parlamentsmitglieder benennen sollten und nicht jeder einzelne Bauer auf dem Norden.

Fakt ist, dass sowohl den Rot- als auch den Gelbhemden Gewaltpotential zugeschrieben werden muss und so könnte wieder ein protestreiche Zeit in Thailand bevorstehen…

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