Kampf gegen AIDS in Thailand
[inspic=17,right,,0]Die thailändische Militärregierung hat vor einiger Zeit die Patente für AIDS Präperate der US Firmen Abbott und Sanofi-Aventis freigegeben und somit den Weg freigemacht für die Herstellung von AIDS Generikas. Die Firmen sind selbstverständlich nicht gerade erfreut von der Entwicklung. Grund für die Freigabe der Patente ist, dass sich Thailand einem radikalen Wachstums der AIDS-Fälle gegegenüber sieht. Doch die durchschnittlich doch arme Bevölkerung kann sich die teuren Medikamente nicht leisten. Bei der Freigabe der Patente beruft sich Thailand auf eine Notstandsverordnung der WTO.
Danach können Länder eine Freigabe erteilen, wenn ein Notstand des Gesundheitssystems vorliegt. Das dies so ist scheinen auch die Konzerne so zu sehen, jedoch sind sie (aus ihrer Sicht verständlich) eher an Absprachen interessiert.
In Thailand sind nach letztem Stand ca. 500.000 Menschen an AIDS erkrankt. Dies bei einer Bevölkerungszahl von 65 Millionen.
Die US Firmen fürchten sicherlich, dass das Beispiel die Runde macht. Weltweit kommen die meisten AIDS Erkrankten aus der dritten Welt. Es geht also um einen riesigen Absatzmarkt. Jedoch wird der Kampf gegen AIDS durch die Handlungsweise der Konzerne nicht gerade unterstützt. Sie sollten die Versorgung der dritten Welt eher als Werbeausgabe sehen.
Marco Janck