Misstrauen zwischen beiden Seiten

Die “Rothemden” verlangen für Verhandlungen einen vertrauenswürdigen Vermittler. Beide Seiten Trauen sich zum jetzigen Zeitpunkt nicht über den Weg.

Die Regierung beharrt noch immer auf die Aufgabe der Blockade, die “Rothemden” verlangen den Abzug der Sichherheitskräfte.

Differenzen zwischen Abhisit und Armeechef Anupong Poachinda. Der Regierungschef würde am liebsten noch heute die Blockade gewaltsam beenden,  wobei der Armeechef noch abwarten will, er befüchtet zum jetzigen Zeitpunkt noch zu viele Opfer.

Bei schweren Gefechten zwichen den “Rothemden” und den Sicherheitskräften kam es bis zum heutigen Tage zu 37 Todesopfern und mindesten 300 Verletzten.

So wie es aussieht nutzt die Gewalt niemandem, es spaltet Thailand eher.

Eskalation in Bangkok

Die thailändische Arme rückt immer weiter in die blockierten Viertel in Bangkok vor. Bei Schusswechseln kam es zu mehreren Toten. Ein thailändischer Fotograf und ein französischer Journalist wurden angeschossen.

Die Armee nahm eine Brücke ein, die strategisch wichtig ist. Hierbei handelt es sich um die thailändisch-belgische Brücke. Da Auswärtige Amt rät dringend von Reisen nach Bangkok ab. Die in der Nähe der blockierten Zone befindlichen Botschaft der USA und Japan wurden geschlossen. Die deutsche Botschaft ist weiterhin geöffnet.  Mehrere Reiseveranstalter haben Reisen nach Bangkok storniert.

Trotz der Eskalation wollen die “Rothemden” ihren Protest weiter fortsetzen.

Dramatische Verschärfung

Einer der Protestführer wurde durch Schüsse schwer verletzt. Er befand sich in der Nähe des verbarrikadierten Viertels.

Wie sich herausstellte handelt es sich bei dem Niedergeschossenen um einen Ex-Generalmajor des thailändischen Militärs.

Dieser wurde bei einem Interview mit ausländischen Journalisten in den Kopf geschossen. Er liegt schwer verletzt im Krankenhaus.

Es sieht weiterhin nach einer blutigen Auseinandersetzung zwischen beiden Lagern aus.

Einigung in weite Ferne gerückt

Die Einigung zwischen der Regierung in Thailand und den oppositionellen “Rothemden” ist in weite Ferne gerückt. Ministerpäsident Abhisit Vejjajiva hat sein Angebot für Neuwahlen im Novermber zurückgezogen.

Er begründete seine Entscheidung mit immer neueren Forderungen der “Rothemden”.  Diese wollen nun die endgültige Auflösung des thailändischen Parlaments.

Sicherheitskräfte erhielten unterdessen den Befehl den Bereich der Blockade zu umzingeln. Ziel ist es, den Demonstranten Nachschub von Lebensmitteln und Wasser zu erschweren. Ob das tatsächlich einen Erfolg für die Regierung bringen wird ist fraglich. Hotels und Anwohner wären ebenso von der Blockade betroffen. Die Demonstranten verfügen über viele Vorräte die sich in den Wochen angesamelt haben.  Weiterhin gibt es viele Sympathisanten in den Reihen der Sicherheitskräfte für die “Rothemden” .

In der Vergangenheit hatten sie an einigen Kontrollpunkten die “Rothemden” gewähren lassen.

Rückschlag für das Ende der Auseinandersetzungen

Die Rothemden wollen ihre Blockade in der Innenstadt nicht aufgeben. Ministerpräsident Abhisit forderte die “Rothemden” auf, bis zum Abend das Geschäftsviertel in Bangkok zu räumen.

Sollten sie der Aufforderung nicht nachkommen drohte er damit die Versorgung von Lebensmitteln und Strom zu kappen. Die “Rothemden” wiesen die Forderung zurück. Es drohen neue Ausschreitungen.

Laut Abhisit gibt es immer neuere Forderungen der “Rothemden”.  Sie verlangten weiterhin, dass Innenminister Sutheo Thaugsaban für die brutale Vorgehensweise der Sicherheitskräfte  zur Rechenschaft gezogen wird.


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