Weltkulturerbe: Streit zwischen Thailand und Kambodscha
Der Tempel „Preah Vihear“ – seitdem er im vergangenen Jahr zum Weltkulturerbe ausgerufen wurde, ist der Jahrhunderte alte Streit zwischen Thailand und Kambodscha erneut entfacht worden. Die beiden Nachbarstaaten sehen nämlich jeder diesen „Berg des heiligen Klosters“ als ihr Eigentum an, was die Lage kompliziert macht. Außergewöhnlich zugleich, denn normalerweise stellt es eine Nation eher vor die unangenehme Aufgabe, sich um das Weltkulturerbe in nötigen finanziellen Umfang zu kümmern, was dann oft die Unesco vertretend übernimmt.
Doch bei diesem Heiligtum, nördlich von Phnom Phen gelegen, gibt es gleich zwei Paten, die beide gern ihren Pflichten nachkommen möchten. So wird das Gebiet seit langer Zeit wie eine Sperrzone behandelt, auch wenn es in den nahen Vergangenheit zu Lockerungen kam und erstmals teilweise auch Touristen Zugang zu Khmer-Tempel hatten.